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Schluss mit E-Autos? Hersteller müssen Verkauf stoppen

Schluss mit E-Autos? Hersteller müssen Verkauf stoppen
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Renault hat den Verkauf von E-Autos gestoppt. Auch VW und andere E-Auto-Hersteller kämpfen mit Lieferkettenproblemen. Ist die Branche schon am Ende?

Boulogne-Billancourt – Der Automobilhersteller Renault hat am Samstag, 26. März 2022, den Verkauf von Elektroautos gestoppt. Damit ist der Großkonzern nicht alleine, denn die Branche kämpft auf unmittelbare Zeit mit schwerwiegenden Lieferproblemen. Bestellungen, die bis zum 25. März eingegangen seien, würden zwar noch bearbeitet werden, doch vorerst könne Renault keine neuen Modelle mehr anbieten, wie elektroauto-news.de berichtet hatte.

AutomobilherstellerRenault
HauptsitzBoulogne-Billancourt, Frankreich
Mitarbeiterzahl179.600
Gründung1898

E-Autos könnten am Ende sein: Hersteller stoppen Verkauf – auf unbestimmte Zeit

Demnach müssten Kundinnen und Kunden von bereits bestellten Modellen laut Renault auf lange Wartezeiten einstellen, oftmals sogar weitaus länger als ein ganzes Kalenderjahr wie Erfahrungsberichte von Verbraucherinnen und Verbrauchern zeigen. Bereits einige Tage zuvor wurde auch das Angebot von Audi- und VW-Elektroautos erneut stark eingeschränkt. Ein Ende dieser Probleme scheint noch längst nicht in Sicht zu sein, wie eine Umfrage zeigt, will ohnehin jeder dritte Deutsche lieber mit Wasserstoff fahren. Hat sich die Elektroautobranche maßlos überschätzt?

Ein LKW, der E-Autos von Renault transportiert und ein Renault E-Auto an einer Ladestation
Zu teuer: Renault stellt die Herstellung von E-Autos ein

Produktion von E-Autos seit Oktober 2021 schwierig wegen Halbleiter-Mangel

Denn bereits im vergangenen Jahr war die Situation äußert angespannt, bereits im Herbst 2021 ist das Elektroautoangebot wegen Halbleitermangel massiv eingebrochen. Ob Schneestürme in Texas, die dafür sorgten, dass große Chiphersteller ihre Produktion einschränken oder beenden mussten, die Blockade des Suezkanals, deren logistische Auswirkung bis heute zu spüren sind oder ein Großbrand in einer japanischen Megafabrik: Die Gründe für die Lieferprobleme für benötigte Teile in der E-Auto-Produktion sind vielfältig.

Doch nicht nur in der Herstellung hapert es. Selbst der Renault-Chef persönlich warnte gerade: „Kaufen Sie sich kein Elektroauto“ – jedenfalls nicht ohne Möglichkeit auf privates Laden. Denn es gibt in Deutschland im Schnitt nur eine Ladestation für 21 E-Autos*.

E-Auto kaufen ist 2022 schwierig: Hersteller stoppen Verkauf – auf unbestimmte Zeit

Renault Marketing-Chef Rald Benecke sagte gegenüber dem Magazin Edison: „Es handelt sich um eine vorübergehende Bestellpause für alle EV und PHEV-Fahrzeug. Die interne Information an den Handel ist mit Vorlauf erfolgt, um laufende Kundengespräche zum Abschluss bringen zu können. Ziel ist es, möglichst schnell die Verfügbarkeiten zu klären und dann mit einer neuen Sichtbarkeit wieder zu starten.“ Konkret gesagt seien davon alle Elektroautos und alle Hybridfahrzeuge betroffen. Doch ein genaues Datum für die Rückkehr des Elektroautoangebotes scheint auch auf Nachfrage von kreiszeitung.de bei Renault in Deutschland bisher niemand seriös beantworten zu können.

VW Elektroauto: Lieferprobleme bei PKWs und Nutzfahrzeugen

Bei Audi und VW seien laut elektroauto-news.de bereits seit einigen Tagen keine neuen Anträge für Elektroautos mehr möglich. AMAG zählt zu den größten Importeuren für den Autohersteller VW. In einem Blog des Unternehmens heißt es: „Eine erhebliche Verknappung der Halbleiter-Kapazitäten führt zu verschiedenen Versorgungsengpässen in vielen Branchen auf der ganzen Welt“, auch die steigende Nachfrage nach Homeoffice-Technik und Unterhaltungsmedien würden die Chiphersteller fordern. „Die Folge sind branchenweite Anpassungen in der Automobilproduktion, von denen auch die Marken VW, Audi, Seat, Škoda, Cupra und VW Nutzfahrzeuge betroffen sind“, heißt es in dem Blog.

E-Autos: Ukraine-Krieg belastet Hersteller

Diese Information veröffentlichte AMAG bereits vor dem Ukraine-Krieg*. Schon zu dieser Zeit ging das Unternehmen davon aus, dass sich die Probleme im ersten Halbjahr 2022 nicht legen werden. Seit dem Russland seinen Nachbarn angegriffen hatte, hat das militärische Aufrüsten in Europa für eine weitere Verschärfung des Problems besorgt.

Zuletzt hatte die Bundesregierung ein Milliardenpaket für die Bundeswehr beschlossen, doch für die Produktion von Kriegsgerät bedarf es wichtige Rohstoffe, die in der Elektroautobranche schon lange Mangelware sind. VW hatte deshalb die Produktion bis mindestens Ende März für mehrere Wochen an den Produktionsstandorten in Zwickau und Dresden gestoppt, wie electrive.net berichtet.

Wird ein gekauftes E-Auto nicht 2022 geliefert, bekommen Käufer Prämie nicht

Besonders unschön ist: Wer sein bestelltes E-Auto nicht bis Ende des Jahres 2022 bekommt, bleibt komplett auf den Anschaffungskosten sitze. Denn die staatliche Förderung von bis zu 6.000 Euro wird dann nicht ausgezahlt, weswegen der ADAC bereits vehement eine Prämie trotz Lieferproblemen fordert – Auszahlung bei Kaufabschluss könnte eine Lösung sein.

E-Auto Kaufen bald unbezahlbar? Lieferprobleme und Rohstoffmangel erhöhen Produktionskosten

Auch wenn das Entlastungspaket 2022 bereits auf dem Weg ist, rückt das E-Auto aufgrund hoher Diesel- und Benzinpreise noch stärker in den Fokus. Selbst, wenn die Lieferkettenprobleme behoben sind, könnte die hohe Nachfrage nach E-Mobilität dafür sorgen könnte, dass Elektroautos für viele Verbraucherinnen und Verbraucher dann schlichtweg unbezahlbar werden. Weil die benötigten Komponenten, Teile und Rohstoffe für die Herstellung immer knapper und darum teurer werden.

Medizinskandal Alterung

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