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„Müssen hoffen, dass sich 100 Prozent der Bevölkerung mit Omikron infizieren“

„Müssen hoffen, dass sich 100 Prozent der Bevölkerung mit Omikron infizieren“
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Thomas Voshaar, Chefarzt einer Lungenklinik, sieht in einer Durchseuchung mehr Chance als Gefahr. Man könne Omikron nicht bremsen. Was sagen andere Experten? DANIEL KRAUSE

Zahlreiche Menschen mit Mund-Nasen-Schutz sind auf der Tauentzienstraße in Berlin unterwegs (Symbolbild).

Die Mehrzahl der Deutschen wird sich mit der Omikron-Variante des Coronavirus anstecken, ist Thomas Voshaar überzeugt. Man könne die Variante „kaum bremsen“, sagte der Chefarzt der Lungenklinik Bethanien in Moers (NRW) und Präsident des Verbands Pneumologischer Kliniken (VPK) in einem Interview mit dem Deutschlandfunk am Freitagmorgen.

Er ging sogar noch weiter und sagte einen Satz, der polarisieren dürfte: „Wir müssen darauf hoffen, dass sich 100 Prozent der deutschen Bevölkerung mit Omikron infizieren.“ Einen anderen Ausweg aus der Pandemie in einen endemischen Zustand gebe es nicht. „Wir müssen lernen, damit zu leben.“

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Die hochansteckende Omikron-Variante macht inzwischen 95 Prozent aller Infektionen mit dem Coronavirus in Deutschland aus, meldete das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem letzten Wochenbericht. Damit hat seit Jahresbeginn Omikron die Delta-Variante fast vollständig zurückgedrängt.https://datawrapper.dwcdn.net/djMFR

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Virologe Christian Drosten warnen aktuell noch vor einer schnellen Durchseuchung. Zuvor müsste die Infektionswelle stark verlangsamt und die Zahl der Auffrischimpfungen gesteigert werden. Lauterbach rechnet im Februar mit Spitzenwerten von bis zu 400.000 Neuinfektionen pro Tag. Am Freitag zählte das RKI mehr als 190.000 Fälle.

Bei einer frühzeitigen Durchseuchung der Bevölkerung sei die Zahl der Opfer „sicherlich zu hoch“, warnte der SPD-Politiker in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Charité-Virologe Christian Drosten und RKI-Präsident Lothar Wieler Mitte Januar.

England und Dänemark beenden Corona-Maßnahmen

Anders ist die Situation in Spanien, Großbritannien und Dänemark: Dort bereiten sich die Regierungen bereits auf die Zeit nach der Pandemie vor. Mit der Rücknahme von Corona-Maßnahmen wird Omikron freie Bahn gelassen. Die spanische Regierung setzt sich dafür ein, Covid-19 zu einer endemischen Krankheit herunterzustufen.

England und Dänemark planen unterdessen Lockerungen bei den Corona-Maßnahmen. Der britische Premier Boris Johnson hatte vergangene Woche angekündigt, „gesetzliche Vorschriften durch Ratschläge und Empfehlungen zu ersetzen“.

„Wir müssen lernen, mit Covid zu leben“, hatte der britische Gesundheitsminister Sajid Javid bereits Anfang des Jahres gefordert. Die Infektionszahlen sinken seit Jahresbeginn drastisch, nachdem sich täglich viele hunderttausend Briten täglich infiziert hatten. Seit Donnerstag muss in England keine Maske mehr getragen werden.

Dänemark will die Maskenpflicht Anfang Februar beenden. Bis dahin werde sich die Hälfte der Bevölkerung mit dem Coronavirus angesteckt haben, prognostizierte die dänische Virologin Lone Simonsen von der Universität Roskilde.

Dänemark wohl kurz vor Corona-Höhepunkt

Die Infektionszahlen seien weiterhin hoch, „aber nach unserer derzeitigen Einschätzung wird die Epidemie in naher Zukunft ihren Höhepunkt erreichen“, schrieb der dänische Gesundheitsminister Magnus Heunicke am Dienstag auf Twitter.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Dänemark lag am Donnerstag bei fast 5500. Deutlich über dem deutschen Wert, den das RKI am Freitag mit 1073 angab. Allerdings leben im nördlichen Nachbarland deutlich weniger Menschen. 51.000 Corona-Neuinfektionen zählten die Dänen in den vergangenen 24 Stunden – etwa ein Viertel der Fälle in Deutschland.

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