
Piloten haben aufgrund von Störungen durch 5G-Signale Schwierigkeiten, die Flughöhe ihrer Flugzeuge genau zu bestimmen.
Fluggesellschaften warnen davor, dass 5G-Kommunikationsnetze die Funkhöhenmesser beeinträchtigen, auf die sich Piloten zur Bestimmung der Flughöhe verlassen, und dass Filter zur Beseitigung solcher Störungen möglicherweise erst ab 2035 verfügbar sein werden.
Der Telegraph berichtet: Die International Air Transport Association (IATA) erklärte, dass die bestehenden Filter zur Beseitigung von 5G-Interferenzen nur teilweise wirksam seien, und warnte davor, dass ein neues System möglicherweise erst im Jahr 2035 einsatzbereit sein werde.
Zwar verfügen Piloten über andere Möglichkeiten zur Bestimmung ihrer Flughöhe, doch der Verlust des Funkhöhenmessers – der Funksignale vom Boden reflektiert – stellt in bestimmten Flugphasen ein Sicherheitsrisiko dar.
Nick Careen, Sicherheitschef der IATA, erklärte, dass Störungen vor allem in niedrigen Flughöhen über städtischen Gebieten auftreten. Dies mache Flugzeuge im Landeanflug angreifbar und habe einige dazu gezwungen, Landungen im letzten Moment abzubrechen.
Herr Careen sagte: „Der größte Problembereich liegt im Bereich des Flughafens. Die Flughöhe kann auf andere Weise bestätigt werden, aber wenn dies im Endanflug passiert, muss man höchstwahrscheinlich den Landeanflug abbrechen und neu starten.“
Er fügte hinzu, dass die Störungen bereits zu mehreren Durchstartmanövern geführt hätten, bei denen Flugzeuge statt zu landen, wieder hochgezogen wurden.
Während ältere 4G-Telefonsignale die Flugzeugkommunikation nicht beeinträchtigten, hat der Wechsel zu 5G die beiden im Funkspektrum einander angenähert, wodurch das Risiko von Interferenzen durch einen als „Bleeding“ bekannten Prozess erhöht wurde.
„Problem für die nächsten 10 Jahre“
Funkhöhenmesser nutzen das Frequenzband von 4,2 GHz bis 4,4 GHz, während das 5G-C-Band knapp unterhalb dieses Bereichs, von 3,4 GHz bis 4,2 GHz, arbeitet.
Herr Careen sagte, die Situation könne dadurch entspannt werden, dass „die Telekommunikationsunternehmen sicherstellen, dass ihre Sendemasten in eine Richtung zeigen, die vom Flughafen weg gerichtet ist, und die Frequenz senken, damit sie nicht direkt mit der Frequenz kollidiert, auf der wir arbeiten“.

