In ganz Bayern hat es heute Durchsuchungen wegen des Verdachts der Verbreitung und des Besitzes von Kinderpornografie gegeben. Die Ermittlungen richten sich gegen Betreiber und Nutzer von Darknet-Foren und einschlägigen Tauschplattformen.
In ganz Bayern hat es heute Durchsuchungen wegen des Verdachts der Verbreitung und des Besitzes von kinderpornographischen Inhalten gegeben. Betroffen waren nach Angaben von Innen- und Justizministerium alle sieben Regierungsbezirke.
Druck auf Täter erhöht
Bei der Aktion ging es um den Verdacht der Verbreitung und des Besitzes von kinderpornografischen Inhalten, heißt es in der Mitteilung der Ministerien weiter. Der Schutz von Kindern vor Missbrauch und sexueller Gewalt habe im Freistaat höchste Priorität. Bayern habe deshalb seine Strafverfolgungsbehörden optimiert und den Verfolgungsdruck auf Betreiber und Nutzer von Darknet-Plattformen und einschlägigen Tauschplattformen erhöht.
Weitere Informationen am Mittwoch
Details und Hintergründe zu der „Operation Weckruf 2022“ wollen Justizminister Georg Eisenreich und Innenminister Joachim Herrmann (beide CSU) am Mittwoch zusammen mit Experten des Zentrums zur Bekämpfung von Kinderpornografie und sexuellem Missbrauch im Internet (ZKI) und des Landeskriminalamtes (LKA) bekanntgeben.
Großrazzia auch in Hessen
Erst in der vergangenen Woche waren Ermittler im benachbarten Hessen mit einer Großrazzia gegen Kinderpornografie vorgegangen. Die Ermittlungen richteten sich gegen insgesamt 64 Beschuldigte, teilte das Landeskriminalamt Hessen mit. Sie sollen Kinderpornografie hergestellt, besessen und verbreitet haben. In einigen Fällen sollen sie Kinder missbraucht haben.
57 Wohnungen in ganz Hessen wurden binnen fünf Tagen durchsucht. 234 Beamte waren im Einsatz. Dutzende Smartphones und Computer wurden beschlagnahmt, deren Auswertung noch andauerte. Unter den 64 Beschuldigten befinden sich zehn Frauen. Festnahmen gab es nicht.