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20.000 werden erwartet Die ersten Flüchtlinge aus der Ukraine sind schon in Berlin

20.000 werden erwartet Die ersten Flüchtlinge aus der Ukraine sind schon in Berlin
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Sie rafften in ihrem Haus in der West-Ukraine ein paar Klamotten, Geld, die Pässe zusammen. Nur weg! Mit Bussen, Etappe für Etappe Richtung Berlin.

Hier kennen sie jemanden. Nach durchfahrener Nacht kommen die beiden Bauarbeiter mit ihren Frauen und zitternden Kindern im Ankunftszentrum in der Oranienburger Straße in Reinickendorf an. Es ist 18.54 Uhr, als die Kriegsflüchtlinge zunächst einen Corona-Test machen müssen.

Und dann Asyl beantragen? Diese Frage stellt sich den ersten Ankommenden am Freitag. Bund und Brüssel wollen erst innerhalb der nächsten zwei Tage über den Status der Kriegsflüchtlinge entscheiden. Wer abwartet, umgeht möglicherweise Arbeitsverbot und vorgeschriebenen Wohnort. Aber die Familie aus der Ukraine weiß nicht, wohin, entscheidet sich fürs übliche Verfahren. Andere drehen um, bleiben noch zwei Tage bei Berliner Bekannten.

Kriegs-Flüchtlinge werden zunächst in Reinickendorf registriert (Foto: Sven Meissner)
Kriegs-Flüchtlinge werden zunächst in Reinickendorf registriert

Betten in offiziellen Berliner Unterkünften sind knapp. Stand Januar waren es nur noch 868 verfügbare Plätze. Ein Klacks bei erwarteten 20.000 Kriegsflüchtlingen in der deutschen Hauptstadt. Turnhallen, wie bei dem letzten großen Flüchtlingszustrom, sollen aber möglichst nicht wieder belegt werden.

„Es darf keine Denkverbote geben“, sagt Mittes Sozialstadtrat Carsten Spallek (CDU) zur B.Z. „Auch wenn es unter normalen Umständen surreal klingen mag: Aber ein Zeltlager im großen Maßstab mit entsprechender Infrastruktur auf dem Tempelhofer Feld ist besser als viele kleine Maßnahmen.“ Aber natürlich hofft auch er, dass die Situation nicht so dramatisch wird.

Stanislav Shalamai (26, Ingenieur) brach schon vor neun Tagen in Kiew auf: „Es warein Super-Stress“ (Foto: Sven Meissner)
Stanislav Shalamai (26, Ingenieur) brach schon vor neun Tagen in Kiew auf: „Es warein Super-Stress“

Denkbar ist auch die Unterbringung in Hostels und Hotels. Mittes Bürgermeister Stephan von Dassel (Grüne) sagt, es gäbe viele Angebote mit Zigtausenden Plätzen. Derzeit noch für 20 bis 25 Euro pro Bett und Nacht. „Das Land Berlin sollte sich Kapazitäten sichern, bevor sich die Preise wieder verdoppeln wie 2016. Da kostete es im Vierbettzimmer plötzlich über 60 Euro die Nacht.“

Ist für die große Lösung: Carsten Spallek (CDU) (Foto: Ralf Günther)
Ist für die große Lösung: Carsten Spallek (CDU)
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